Die 7 Grad Regel

Es gibt bei Sommerreifen immer noch die (eigentlich veraltete) 7-Grad Regel, die besagt dass das Profil ab Temperaturen unter >7°C an Bodenhaftung verliert, weil unterhalb dieser Temperaturgrenze das Gummimaterial entsprechend hart wird, und somit kaum noch Grip zustande kommt.

Woher diese Regelung überhaupt kommt, ist sowieso strittig. Das kann sowohl aus früheren Zeiten kommen, wo die Reifentechnik noch lange nicht so fortgeschritten war wie heute, oder das Ganze ist nur eine reine Marktstrategie der Reifenhersteller, um den Absatz an Winterreifen zu erhöhen.

Ausgiebige technische Tests unabhängiger Prüfinstitute jedoch haben bewiesen, dass heutige Sommerreifen selbst bis an den Gefrierpunkt, sowohl bei trockenen als auch bei nassen Fahrbahnverhältnissen meist einen besseren Bremsweg aufweisen wie Winterreifen.

Trotzdem sollte man auf Winterreifen nicht völlig verzichten, da kurzfristig oder gar unvorhergesehene Niederschläge in Form von Schnee den Autofahrer mit Sommerreifen dann deutlich ins Straucheln bringen. Zumal seit dem 1.Mai 2006 Bussgelder für eine falsche Ausrüstung bei Winterverhältnissen verteilt werden.